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Aktuell ist ein Video des Firefox Betriebssystems für Smartphones: Firefox-OS erschienen. Erstmals angekündigt wurde das neue System im Juni 2011 in den Firefox Mailinglisten unter dem Namen Boot to Gecko. Unter dem neuen Namen Firefox-OS soll das System wie aktuell geplant 2013 in Ländern wie Brasilien auf günstigen Smartphones auf den Markt kommen.

Auf den Blogbeiträgen im Mozilla Blog heißt es: Mit Firefox-OS wolle man ein innovatives offenes System schaffen. Wichtig sei es so Mozilla CEO, Gary Kovacs, den Milliarden Webnutzern, die in den kommenden Jahren das erste mal online gehen werden, ein erfüllendes und leicht zu bedienendes Web-Erlebnis zu bieten.

Für Firefox-OS sind wesentliche Apps wie die von Twitter oder Facebook verfügbar. Man geht davon aus, dass sich viele der aktuellen Android und IPhone Apps auf Firefox-OS portieren lassen, da diese zu einem großen Teil auch auf dem von Firefox-OS verwendeten HTML5 Standard basieren. Einen zentralen Marktplatz wie bei Android Geräten mit Google Play oder im Hause Apple mit dem App-Store solle es nicht geben. Zwar ist laut computerbase.de ein Marktplatz des starken Partners Telefónica geplant, allerdings geht man davon aus, dass es für Firefox-OS später mehrere Marktplätze geben wird. So wolle man die übliche Provision die im Store der Telefónica anfällt umgehen.

Nicht nur durch leichte Bedienbarkeit, Apps und günstige Preise will Firefox-OS punkten. Chief Commercial Officer der Etisalat-Gruppe: Essa Al Haddad spricht davon, dass das Open-Source-System Firefox-OS auch Innovationen für Entwickler bereithalten solle.

Zwar basiert Firefox-OS auf einem Android Kernel. Teile des Android Codes wurden kopiert da man nicht alles von Grund auf neu entwickeln wollte, jedoch ist es unter Firefox-OS nicht möglich Anwendungen in nativem Java Code zu schreiben. Es kommen Webstandards wie HTML5, CSS und Javascript zum Einsatz. Das Ermöglicht es vor allem Webentwicklern, ohne Java lernen zu müssen, auf einfache Art Apps zu entwickeln.

Videopreview: Firefox-OS

Das Mozilla Seabird 2D

Das Mozilla (Hersteller von Firefox) auf dem Mobile-Devices Markt mitmischt ist keine Neuheit. Bereits im Jahre 2010 kündigte der Designer Billy May ein frei erfundenes innovatives Smartphone auf einer Konferenz in Barcelona an: Das Mozilla Seabird 2D. Mozilla erklärte jedoch schon damals, dass keine Absichten bestehen, das Gerät tatsächlich in die Realität umzusetzen. Es blieb bei einem Produktvideo, dass die Hersteller von Smartphones mit Innovationen inspirieren sollte.

Im Rücken des Mozilla Seabirds 2D ist ein herausnehmbares Bluetooth-Headset, dass sich als Smartphone Fernbedienung verwenden lässt integriert. Am Rand des Geräts sind zwei Beamer integriert. Mit diesen lassen sich zum einen Filme an die Wand werfen, zum Anderen sollte es Möglich sein eine virtuelle Tastatur auf den Tisch zu projizieren, über welche sich das Gerät dann bedienen lässt.

Videopreview: Mozilla Seabird 2D

Quellen

Quellen zu Firefox-OS

Quellen zum Mozilla Seabird 2D

Tags:

  • Horst:

    Das ist ja cool, wenns das bei uns gibt, werde ich es auf jeden Fall mal testen.

  • Sören Hentzschel:

    Hallo,

    “Einen zentralen Marktplatz wie bei Android Geräten mit Google Play oder im Hause Apple mit dem App-Store solle es nicht geben.”

    Ich glaub schon:
    https://marketplace.mozilla.org/de/

    ;-)

  • Jakob:

    Danke für den Hinweis. Ich zitiere computerbase als Quelle:
    “Auf einen zentralen App Store im Stile von Google Play oder dem Windows Phone Marketplace wird man aller Wahrscheinlichkeit nach verzichten müssen. Zwar arbeite man bei Mozilla an einem Gegenstück, erneut wurde allerdings der offene Ansatz der Plattform herausgestellt – jeder könne einen eigenen App Store schaffen. Denkbar ist demnach, dass gerade Anbieter mehrerer Programme diesen Weg gehen werden, um die Provision, die laut Telefónica im offiziellen Store die übliche Höhe haben wird, zu umgehen.”

    Haben Sie hierzu genauere Informationen?

    • Sören Hentzschel:

      Es ist einfach ein wenig irreführend, was computerbase schreibt. Die schreiben ja selber, dass Mozilla an einem Appstore arbeitet, ergo wird es sehr wohl einen zentralen Marktplatz geben. Dass andere auch eigene Appstores anbieten können, ist auch richtig. Das schließt den zentralen Marktplatz aber nicht aus. Bei Android gibt es auch den zentralen Marktplatz mit dem Play Store, aber da kann man sich auch ganz einfache andere Appstores herunterladen und nutzen. Deswegen verstehe ich den Hinweis von Computerbase nicht, dass es anders sei als bei Android, es ist ganz genauso.

      • Jakob:

        Ja die Argumentation ergibt Sinn. Guter Leserkommentar! Bei AndroidPIT haben wir ja auch einen weiteren Android Marktplatz.

  • Manuel:

    Also ich finde, es sieht bisher wirklich gut aus.
    Werde es mir evtl. mal “ausleihen”, wenns dann auf dem Markt ist und durchtesten. Hört sich sehr interessant an

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