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Die Android App Chico Browser der Firma Salfeld ist eine funktionierende Kindersicherung für Smartphones, die sich zum Einen als Kindersicherung einsetzen lässt, zum Anderen aber auch (inoffiziell) als Effektivitäts-Tool.

Die Funktionen der leicht zu bedienenden App sind im wesentlichen das Sperren von Apps, und das Sperren von Webseiten.

Sperrung von Webseiten per Chico Browser

Der Name der App verrät es schon fast. Mit Chico Browser installiert man sich einen neuen Webbrowser auf sein Smartphone mit dem sich Webseitenaufrufe im Sinne des Jugendschutzes kontrollieren und sperren lassen. Und hierauf liegt bei Chico Browser der Fokus.
Für die Sperrregelungen können zahlreiche Einstellungen vorgenommen werden.
Und das ist sogar per Fernwartung über die Webseite des Anbieters möglich (ohne selber das Smartphone der Schützlinge in die Hand nehmen zu müssen).

Es gibt zum einen eine Blacklist-, sowie eine Whitelistfunktion zum Sperren von Webseiten. Hier hat man die Wahl für welche Sparvariante man sich entscheidet.
Darüber hinaus kann man zeitlich dynamische Regeln konfigurieren. Beispielsweise kann man so den Zugriff auf Webseiten während der Schulzeit verbieten, am Abend jedoch erlauben. Auch eine zeitlich begrenzte Nutzungsdauer für Webseiten lässt sich einstellen.

Das Erstellen und Verwalten von Black- oder Whitelisten kann (bei der enormen Größe des Internets) zu einem zeitraubenden Unterfangen werden. Doch auch hier hat die Salfeld GmbH mitgedacht. Chico Browser funktioniert auch ohne das mühevolle Verwalten von Black- oder Whitelisten. Als Aufsichtsperson hat man die Möglichkeit Einstellungen direkt für verschiedene vordefinierte Webseiten-Kategorien vorzunehmen.
Webseiten-Kategorien für die Kindersicherung sind

  • Proxies,Spyware,Hacks
  • Webmail

Sperrung von Apps per Chico Browser

Der technisch versierte Leser der bis hier her gelesen hat mag sich sicher bereits gefragt haben wie Chico Browser verhindert, dass Schützlinge einfach gesperrte Seiten über einen anderen Browser aufrufen.
Das klappt über die Sperrfunktion für Apps. Hier ist es wichtig alle anderen Browser des Smartphones sowie Google Play zu sperren. Ansonsten könnten clevere Kinder durch den Download eines alternativen Browsers die Sperren leicht umgehen.

Leider sind die Sperrregeln für Apps noch nicht ganz so dynamisch konfigurierbar wie für Webseiten. Man entscheidet lediglich ob eine App gesperrt ist oder nicht. Hier wäre eine zeitliche Begrenzung von Anwendungen wie zum Beispiel Facebook sinnvoll.

Chico Browser als Effektivitäts-Tool

Damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt. Es lassen sich dank Chico Browser auch zeitraubende Apps oder Webseiten während der eigenen Arbeitszeit deaktivieren. Da man zum entsperren ein Passwort angeben muss ist die Hemmschwelle und auch der Aufwand die Facebook App (bei aktiver Sperre) zu starten deutlich höher als sonst.
Somit kann man Chico Browser auch als Erwachsener zur Selbstkontrolle und zur Steigerung der eigenen Produktivität einsetzen.

Ein nützliches Pendant für den Browser am Computer ist übrigens das Firefox-Plugin LeechBlock

Videovorstellung von Chico Browser

Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte. Kurz und auf den Punkt gebracht wird im folgenden Video das Konzept der App Chico Browser in 107 Sekunden erklärt.

Was kostet mich Chico Browser

Eine Test Version der Chico Browser App ist kostenfrei über die Webseite des Anbieters erhältlich. Danach wird der Zugang des sonst kostenpflichtigen Angebots einfach deaktiviert und es entstehen keine weiteren Kosten (Stand 29.11.2012). Man kann die App also testen ohne eine Kündigung schreiben zu müssen. Für alle ernsthaft interessierten Käufer gibt es aktuell ein Sonderangebot, das bis zum 24.12.2012 gültig ist. Chico Browser für ein Jahr nutzen zum Preis von 19,95€ statt für (wie sonst üblich) 29.95€, lautet das Sonderangebot.

Weshalb benötigt man eine Kindersicherung?

Smartphones erfreuen sich hierzulande immer größerer Beliebtheit. Neben den zahlreichen Vorzügen, die ein derartiges Mobiltelefon bietet, birgt die Smartphone-Nutzung jedoch auch Gefahren. Es kommt immer häufiger vor, dass Kinder und Jugendliche im Besitz eines Smartphones sind und diese den Umgang mit dem Smartphone bestens beherrschen. Eine der Hauptgefahren ist ,gerade für jugendliche Nutzer, zweifelsohne der mobile Internetzugang. Zwar ist das Internet in seiner Grundidee eine sehr sinnvolle Erfindung jedoch gibt es auch hier Schattenseiten. Gemeint sind Webseiten mit jugendgefährdenden Inhalt. Der gebotene Jugendschutz ist meist leicht umgänglich und unzureichend.
Hier liegt es in der Verantwortung der Erziehungsberechtigten, das Surfverhalten der Schützlinge im Auge zu behalten.

Nun ist es weder möglich noch wünschenswert sein minderjähriges Kind rund um die Uhr zu überwachen und erst recht, die Handynutzung des Kindes auf das Genaueste zu kontrollieren. Viele Eltern arbeiten ganztags. Während der Abwesenheit der Eltern haben Jugendliche ausreichend Möglichkeiten die eine oder andere Seite mittels Smartphone zu besuchen, die für Jugendliche nicht geeignet ist.

Was kann ich als Erziehungsberechtigter dagegen unternehmen?

Wie auch bei einem normalen Computer liegt bei einem Smartphone die Antwort klar auf der Hand: Jugendschutzsoftware. Frei nach dem Motto: “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” können Eltern dank Kindersicherungs-Apps (wie zum Beispiel Chico Browser) ihren Kindern den Zugang zu Internetseiten mit jugendgefährdendem Inhalt gänzlich verwehren und diese somit schützen.

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  • ela:

    das ist mal ne coole Idee. Mein kleiner (3) spielt auch schon mit den Handys rum, da muss mann echt aufpassen das der niemand Anruft oder ähnliches..